Über mich

Ich bin eine offene, lernbereite, experimentier- und spielfreudige Deutschlehrerin, deren Hauptziel es ist, dass die Lernenden mit Freude und mit Erfolg an meinem Unterricht teilnehmen.

Neben einer positiven Grundhaltung mit viel aufbauendem Feedback spielt dabei gemäss meiner Erfahrung die Art, wie der Stoff präsentiert und eingeübt wird, eine grosse Rolle.

Fachdidaktik war schon immer mein Hobby – es reizt mich sehr, einen komplexen Lernstoff so in einzelne, logisch aufeinander folgende Schritte aufzuteilen, dass er gut verständlich ist und auf möglichst abwechslungsreiche und vergnügliche Art eingeübt und gefestigt werden kann.

Dabei ist es mir wichtig, dass die Lernenden auch über weite Strecken selbständig oder gemeinsam arbeiten können, ohne dass immer wieder neue Erklärungen oder Inputs von Seiten der Lehrperson nötig sind.

Wenn meine Schüler und Schülerinnen sich langweilen oder das Lernziel nicht erreichen, was natürlich auch immer wieder vorkommt, kann ich stundenlang tüfteln, um den Unterrichtsstoff so zu präsentieren und zu trainieren, dass er bei der gleichen oder nächsten Gruppe besser ankommt.

Ich danke all meinen Lernenden, dass sie mich dabei unterstützen, immer bessere Materialien und Ideen zum Deutschunterricht zu entwickeln.

Mein erster Beruf war Primarlehrerin – diese Tätigkeit übte ich mehrere Jahre und teilzeitlich auch während meines Studiums der deutschen Linguistik und Literatur an der Universität Zürich aus.

Später wechselte ich in die Erwachsenenbildung und unterrichtete an der ECAP und bei den Klubschulen in Zürich Anfänger/innen und Fortgeschrittene, die in der Schweiz Deutsch lernen wollten. Da auch Leute an meinen Kursen teilnahmen, die nie lesen gelernt hatten oder die unser Schriftsystem noch nicht kannten, ging es am Anfang auch um die Alphabetisierung.

Später durfte ich die Projektleitung des neuen Lehrmittels EUROLINGUA Deutsch für die Klubschulen in der ganzen Schweiz übernehmen, das sich an Erwachsene richtete und in 12 Bänden vom Niveau A1 bis B1 führte.

Dabei arbeitete ich eng mit den Profi-Lehrmittelautoren Hermann Funk und Michael König aus Deutschland zusammen – sie waren an der Universität Kassel im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ als Professoren tätig.

Während dieser Zeit lernte ich unglaublich viel über meine Muttersprache Deutsch – und beschäftigte mich mit all den Regeln, die Anderssprachige brauchen, wenn sie Deutsch sprechen wollen. Viele dieser Regeln sind uns Deutschsprachigen kaum bewusst, denn wir haben ja unsere Sprache als kleine Kinder automatisch gelernt.

Ebenfalls für die Klubschulen entwickelte ich mit einer Co-Autorin zusammen ein Lehrmittel für Erwachsene, die ihre Kenntnisse in der deutschen Muttersprache vertiefen wollten.

Nach diversen Weiterbildungen und mehrjährigen Erfahrungen als Schulleiterin und Schulevaluatorin, in denen ich vor allem konzeptuell tätig war und mich mit Schulorganisation und Schulentwicklung beschäftigte, kehrte ich dann zurück zu meinem Ursprung:

Ich wurde DaZ-Lehrerin in einer Primarschule und unterstütze Kinder von der 1. – 6. Klasse einzeln oder in kleinen Gruppen beim Lernen von Deutsch als Zweitsprache (DaZ).

Titelbilder der 12 Eurolingua-Bücher

Ich glaube übrigens, dass Sprachenlernen viel mit Pizzabacken zu tun hat, deshalb heisst mein Shop DaZzeria.

Bei der Pizza sind Tomatensauce und Mozzarella sehr wichtige Zutaten – genauso wie die Wörter beim Sprachenlernen. Jede Sprache hat aber andere Regeln, wie die Wörter zu verständlichen Satzteilen, Sätzen und Texten verbunden werden – und die Gesamtheit dieser Regeln heisst „Grammatik“. Sie ist die Grundlage jeder Sprache, ohne die nichts geht – genauso wie wir uns keine Pizza ohne Boden vorstellen können.

In der Erstsprache lernen wir diese Regeln unbewusst und ganz automatisch, wir brauchen kein Grammatikbuch, um sprechen zu lernen. Je älter wir aber werden, desto weniger automatisch geschieht der Sprachlernprozess. Wir können dann entweder sehr viele Sätze auswendig lernen, um uns in verschiedenen Situationen verständigen zu können, oder wir beschäftigen uns Schritt für Schritt mit den sprachspezifischen Grammatikregeln – dank ihnen können wir eine Sprache viel schneller und effizienter lernen.

Früher waren Grammatik und Wortschatz oft der einzige Inhalt des Fremdsprachunterrichts – man verpasste aber, das Gelernte auch in Situationen anzuwenden und zu spezifischen Kompetenzen auszubauen. Um im Bild zu bleiben: Eine Pizza kann man auch nicht roh essen, sondern man muss sie backen, wobei sich erst ihr besonderer Duft und ihre Knusprigkeit entwickelt und sie geniessbar wird.

Eine Kompetenz (z. B. in einem Restaurant eine Bestellung aufgeben, einen Geschäftsbrief schreiben) ist wie ein Pizzastück: Sie verbindet die für eine bestimmte Situation nötigen Grammatikkenntnisse mit dem passenden Wortschatz und dank wiederholtem Üben (Backen) gelingt es uns, das Lernziel zu erreichen.

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